Ospelt von Vaduz:

Ospelt ist ein alteingesessenes Triesenberger (Walser)-Geschlecht (siehe Ospelt von Triesenberg). Erste urkundliche Erwähnungen in Triesenberg gehen auf das Jahr 1355 zurück.

Die Ospelt von Vaduz stammen sehr wahrscheinlich von Triesenberg ab und werden in Vaduz erstmals 1584 erwähnt. Ospelt ist das familienreichste Geschlecht in Vaduz.

Das Familiengeschlecht Ospelt von Vaduz gliedert sich in die folgenden zwei Stämme:

 

Ospelt 1  «s Frenza Sepplis», «s Kreschtas», «s Ölers», «s Buachhalters», «s Hermanns», «s Geometers», «s Mateiassa», «s Schriner Hansis», «s Schriner Ospelts», «s Senzilis», «s Lorenza», «s Sattlers», «s Schlosses», «s Rats» und  «s Jonassa»

Ospelt 1 ist der grösste Ospelt-Stamm in Vaduz und Ur-Vater war Hans Ospelt-Verling (ca.1580-?). Sein Sohn, Christa Ospelt-Hirtz (ca.1610-?) hatte zwei Söhne mit Nachkommen bis in die Gegenwart, nämlich:

·       Heinrich Ospelt-Maurer (ca.1644-1699)

·       Bartholomäus Ospelt-Frommelt (ca.1656-1727)

Eine Ur-Ur-Grossenkelin von Heinrich Ospelt-Maurer (ca.1644-1699) war Carolina Ospelt (1834-?). Ihr unehelicher Sohn, JuliusAnton Ospelt-Amann (1859-1904) war Metzger und zog samt Familie nach Schaan. Die meisten seiner Nachkommen leben heute noch in Schaan, aber auch in Triesenberg und Eschen. JuliusAnton’s jüngster Sohn, Albert Ospelt-Ritter (1902-1989) war ebenfalls Metzger, ebenso wie dessen Söhne, AlbertHerbertJulius („Onkel Herbert“ 1929) und WernerGerald (1933). Die meisten Nachkommen sind heute in der Fleisch- und Lebensmittelbranche tätig.

Eine andere Ur-Ur-Grossenkelin von Heinrich Ospelt-Maurer (ca.1644-1699) war Franziska Ospelt (1840-1907). Ihr unehelicher Sohn, Johann Ospelt-Steiner (1875-1959) wurde „dr Frenzi Jahann“ genannt und die Nachkommen von dessen Sohn, Josef Ospelt-Bachmann (1908-1956) werden «s Frenza Sepplis» geheissen. Sie leben durchwegs in Vaduz.

Ein anderer Ur-Ur-Grossenkel von Heinrich Ospelt-Maurer (ca.1644-1699) war Christian Ospelt-Seger (1877-1964) und dessen Nachkommen werden «s Kreschtas» genannt. Sie leben durchwegs in Vaduz.

Ein anderer Ur-Ur-Grossenkel von Heinrich Ospelt-Maurer (ca.1644-1699) war Johann Ospelt-Beck (1871-1890). Johann’s Enkel, AntonJosef Ospelt-Nigg (1917-1982) wurde „dr Öler Toni“ genannt und seine Nachkommen werden «s Ölers» geheissen. AntonJosef’s Bruder war der Gemeindeweibel Bruno Ospelt-Marock (1923-2006). Ihre Nachkommen leben durchwegs in Vaduz.

 

Der Enkel von Bartholomäus Ospelt-Frommelt (ca.1656-1727), Christophorus Ospelt-Seger (1763-?) hatte seinerseits zwei Söhne mit Nachkommen bis in die Gegenwart, nämlich:

·       Lorenz Ospelt-Falk (1769-1844)

·       FranzAnton Ospelt-Quaderer (1775-1834)

Der Grossenkel von Lorenz Ospelt-Falk (1769-1844) war der Buchhalter HermannRaimund Ospelt-Nigg (1873-1942). Seine Nachkommen wurden «s Buachhalters» oder «s Hermanns» genannt. HermannRaimund’s Sohn war der Landesgeometer Hermann Ospelt-Amann (1900-1979) und dessen Nachkommen werden «s Geometers» geheissen. Nachkommen leben, nebst Vaduz, in Uster. Hermann’s Bruder, PeterPaul Ospelt-Wasenack (1903-1976) wanderte in die USA aus und von seinen Kindern fehlen die Geburtsdaten. Die Nachkommen der «s Buachhalters» sind im Übrigen mit RainerHermann Ospelt-Hannapel (1937-2018) ausgestorben.

 

Der Enkel von FranzAnton Ospelt-Quaderer (1775-1834) war Matthäus Ospelt-Ospelt (1836-1901) und dessen Nachkommen werden «s Mateiassa» genannt. Letzter lebender, männlicher Nachkomme ist der Architekt HubertGünterSiegfried Ospelt (1951).

Der Bruder von Matthäus Ospelt-Ospelt (1836-1901) war der Schreiner Johannes Ospelt-Falk (1839-1917), welcher „dr Schriner Hansi“ genannt wurde. Die Nachkommen ab seinem Sohn, Schreinermeister Julius Ospelt-Boss (1871-1960) werden «s Schriner Hansis» oder «s Schriner Ospelts» genannt und sie leben ausschliesslich in Vaduz. Julius‘ Bruder, Johann Ospelt-Rheinberger (1869-1938) war mit Kreszentia (Senzi)  Rheinberger verheiratet und dessen Nachkommen werden daher «s Senzilis» geheissen. Diese leben, nebst Vaduz, auch in Triesen.

Ein weiterer Bruder von Matthäus Ospelt-Ospelt (1836-1901) war Lorenz Ospelt-Seger (1841-1927). Seine Nachkommen werden «s Lorenza» genannt und sie leben, nebst Vaduz, auch in Triesenberg und in Basel. Ein Sohn von Lorenz war der Sattler JohannBaptist Ospelt-Ospelt (1884-1966) und dessen Nachkommen werden «s Sattlers» genannt.

Ein weiterer Bruder von Matthäus Ospelt-Ospelt (1836-1901) war der Schlosser Chrisoph Ospelt-Konrad (1846-1890) und seine Nachkommen werden «s Schlossers» genannt. Chrisoph’s Enkel, JohannGustav Ospelt-Real (1906-1990) begründete die Hoval AG in Vaduz und dessen Bruder, Erwin Ospelt-Büchel (1912-1993) ist Begründer der Neugutgarage Ospelt AG.

Ein weiterer Bruder von Matthäus Ospelt-Ospelt (1836-1901) war Julius Ospelt-Seger (1851-1929). Julius‘ ältester Sohn, Joseph Ospelt-Ospelt (1881-1962) war Regierungschef und Fürstlicher Rat und seine Nachkommen werden  «s Rats» genannt. Joseph’s Bruder war der Wagnermeister Jonas Ospelt-Beck (1882-1953) und dessen Nachkommen werden «s Jonassa» geheissen. Die Nachkommen beider Linien leben durchwegs in Vaduz.

 

Ospelt 2  «s Hans Üerlis», «s Ludwina», «s Stefel Tonis», «s Polizei Bernhards», «s Falatina» und  «s Sebis»

 

Ur-Vater war Michael Ospelt-Peter (ca.1600-?). Sein Enkel, Johann Ospelt-Maier/Hoop (ca.1655-1737) hatte zwei Söhne mit Nachkommen bis in die Gegenwart, nämlich:

·       Anton Ospelt-Lampert (1682-?)

·       Christophorus Ospelt-Wolf (ca.1710-?)

 

Der Grossenkel von Anton Ospelt-Lampert (1682-?) war JohannGeorg Ospelt-Laternser (1778-1847) und seine Nachfahren wurden erst «s Hans Üerlis» genannt. JohannGeorg hatte seinerseits zwei Söhne mit Nachkommen bis in die Gegenwart, nämlich:

·       JosephAnton Ospelt-Wachter (1809-1878)

·       JohannChristoph Ospelt-Strub (1815-1888)

 

JosephAnton Ospelt-Wachter (1809-1878) war Maurermeister und führte ein Baugeschäft in La Chaux de Fonds, welches er an seinen ältesten Sohn, JohannLuzius Ospelt-Rheinberger (1843-?) vererbte. Mit dessen Sohn, JohannLuzius Ospelt-Ardüser (1878-?) starb diese Linie aus.

Der Bruder von  JohannLuzius Ospelt-Rheinberger (1843-?) war der Handelsmann und Bürgermeister Meinrad Ospelt-Boss (1844-1934). Meinrad’s Sohn war Anton Ospelt-Ospelt (1877-1956), genannt „dr Stefel Toni“. Anton war mit Ludwina Ospelt verheiratet und dessen Nachkommen werden daher «s Ludwina» oder auch «s Stefel Tonis» geheissen. Sie leben, nebst Vaduz, auch in Schaan und Triesen. Anton’s Bruder, Emil Ospelt-Forster (1880-1968) war Agent in Salzburg. Nachkommen leben, nebst Vaduz, in Strassburg.

Der Sohn von JohannChristoph Ospelt-Strub (1815-1888) war der Amtsdiener Bernhard Ospelt-Ospelt (1858-1931) und seine Nachkommen werden «s Polizei Bernhards» genannt. Sie leben durchwegs in Vaduz. Bernhard’s Enkel, PaulPeter Ospelt-Führer (1931) ist Begünder der Ospelt Elektro-Telecom AG in Vaduz.

 

Der Grossenkel von Christophorus Ospelt-Wolf (ca.1710-?) war der Schuster Valentin Ospelt-Schädler/Jehle (1843-1911), genannt „dr Falati“. Seine Nachkommen werden «s Falatina» geheissen. Valentin’s Enkel, Arnold Ospelt-Kresse (1900-1972) wanderte in die USA aus, wo seine Nachkommen heute leben. Die Übrigen der «s Falatina» leben in Vaduz.

Der andere Grossenkel von Christophorus Ospelt-Wolf (ca.1710-?) war der Gemeindekassier JosephAnton Ospelt-Hesler (1825-1916). Aufgrund seines ältesten, ledigen Sohnes Eusebius Ospelt (1869-1944), genannt „dr Sebi“, werden die Nachkommen von Eusebius‘ Brüder ebenfalls «s Sebis» geheissen. Sie leben durchwegs in Vaduz.

 

Als Stammväter aller heute noch lebenden Vaduzer-Ospelt gelten also:

·       Hans Ospelt (ca.1580-?), verehelicht mit Mari Verling

·       Michael Ospelt (ca.1600-?), verehelicht mit AnnaMagdalena Peter

Es gibt also ab ca. 1600 zwei Vaduzer-Ospelt-Linien, die in die Gegenwart reichen. Einige Ur- und Seitenlinien sind früh ausgestorben und die heute existierenden Vaduzer-Ospelt sind äusserst zahlreich. Nachkommen von Vaduzer-Ospelt gibt es verschiedenenorts in Liechtenstein und auch in den USA.

 

Alle lebenden Vaduzer-Ospelt sind also zu finden im:

„Stammbaum der Ospelt von Vaduz, ab Hans Ospelt und Maria Verling“ (Ospelt 1)

oder im

„Stammbaum der Ospelt von Vaduz, ab Michael Ospelt und AnnaMagdalena Peter“ (Ospelt 2)

 

Ausgedruckt in einer gut lesbaren Papierform hat der Stammbaum Ospelt 1 ein Format:

 B x H von ca. 2000 x 70 cm       (Zoom 400%)         bislang rund 980 Personen

Und der Stammbaum Ospelt 2 hat ein Format:

B x H von ca. 500 x 60 cm           (Zoom 100%)         bislang rund 330 Personen

 

Beide Linien zusammen beinhalten bislang also rund 1‘310 Personen.

 

Anmerkung:

Vom vorliegenden Geschlecht standen mir flächendeckende Daten aus der Vergangenheit leider nur bis ca. 2002 zur Verfügung. Für weiterführende Daten bis in die Gegenwart bin ich auf Ihre Mithilfe angewiesen. Soweit Sie mir solche Daten zukommen lassen, führe ich diese gerne nach.

Wenn Sie wissen möchten, welchem Stammbaum Sie angehören senden Sie mir Ihre persönlichen Daten und ich teile Ihnen dies umgehend mit.

Verwenden Sie dazu bitte die entsprechenden Formulare unter: Kontakt/Anmeldung/Bestellung


Namensdeutung gemäss Liechtensteiner Namensbuch:

Zum germanischen Rufnamen Oswald, aus älterem Answalt.

Typ:   Rufnamen

 

Ältere Schreibart(en):       Oschwalden, Oschwalt, Ostwald, Oschwald, Oschwaldt, Ospilt, Oschbildt, Ospelth