Gassner von Triesenberg:

Gassner ist ein alteingesessenes Triesenberger (Walser)-Geschlecht. Erste urkundliche Erwähnungen gehen auf das Jahr 1584 zurück.

Altverbürgerte Gassner gibt es heute auch noch in Vaduz und Triesen (siehe Gassner von Triesen). Gassner gibt es aber auch in den Kantonen St.Gallen und Bern, sowie auch in Oesterreich und Deutschland.

Das Familiengeschlecht Gassner von Triesenberg gliedert sich in die folgenden sieben Stämme:

 

Gassner 1        früh ausgestorben (nicht bearbeitet)

 

Gassner 2        «Mühle-Gassner», «Profatschenger-Gassner», «Sennwies-Gassner» > «Gassner in Schaan, Vaduz, Mauren, Innsbruck und Vorarlberg»                      

Gassner 2 ist der grösste Gassner-Stamm in Triesenberg und Ur-Vater ist Anthoni Gassner (ca.1610-?). Anthoni’s Grossenkell, Adam Gassner-Sele (1708-?) hatte zwei Söhne mit Nachkommen bis in die Gegenwart, nämlich Christian (1732-1800) und Johannes (1744-1796).                       

Christian’s Grossenkel, Johann Gassner-Gassner (1835-1910) wohnte bei der Mühle Nr. 48 und ist der Begründer der «Mühle-Gassner». Johann’s Enkel, Josef Gassner-Sele/Beck (1900-1973) wurde „ds Müli-Gaasnarsch-Seppli“ und dessen Bruder, Johann Gassner-Beck (1904-1982) „ds Müli-Gaasnarsch-Johann“ genannt. Nachkommen leben, nebst Triesenberg, in Vaduz und Balzes.                       

Christian’s Grossenkel, JosephAnton Gassner-Gassner (1837-1897) wohnte im Profatscheng und ist der Begründer der «Profatschenger-Gassner». JosephAnton’s Enkel, Anton Gassner-Beck (1910-1970) wurde „dr Prufatschengar Anton“ und dessen Brüder, Johann Gassner-Beck (1913-1975) und Eugen Gassner-Beck (1917-1970) wurden „dr Prufatschengar Johann“ bzw. „dr Prufatschengar Eugen“ genannt. Nachkommen leben ausnahmslos in Triesenberg.                       

Johannes Gassner-Pfeiffer (1744-1796) nahm Wohnsitz in der Sennwies und ist der Begründer der «Sennwies-Gassner». Sein Grossenkel, Joseph Gassner-Bühler (1831-1879) war Vorsteher, sowie auch dessen Sohn, Josef Gassner-Beck (1876-1951). Diverse weitere Nachkommen der «Sennwies-Gassner» leben heute, nebst Triesenberg, in Vaduz und Balzers.                      

Johannes‘ Grossenkel, Ferdinand Gassner-Seger (1850-1908) war Bäcker und nahm Wohnsitz in Schaan. Er ist der Begründer der Dynastie Bäckerei/Café Gassner in Schaan, welche bis heute besteht. Ferdinand’s Ur-Grossenkel, Alfred Gassner-Kraiger (1970) und seine Nachkommen sind Bürger von Schaan geworden. Andere Nachkommen von Ferdinand Gassner-Seger (1850-1908) leben in Vaduz. Ferdinand’s Stifbruder, Prof. Josef Gassner-Bach (1858-1927) wurde samt seinen Nachkommen Bürger von Innsbruck.                       

Ein anderer Grossenkel von Johannes Gassner-Pfeiffer (1744-1796), nämlich Maximilian Gassner-Gabriel (1847-1904) heiratete nach Frastanz und hatte fünf Söhne mit zahlreichen Nachkommen bis in die Gegenwart. Viele leben heute noch in Vorarlberg, andere sind nach Liechtenstein zurückgekehrt und einige leben in der Schweiz. Alle sind jedoch Bürger von Triesenberg geblieben.                       

Ein Ur-Ur-Grossenkel von Johannes Gassner-Pfeiffer (1744-1796), nämlich Arthur Gassner-Bühler (1928) heiratete nach Mauren, wo seine Nachkommen heute noch leben.

 

Gassner 3        «Bühal-Gassner» > «Gassner in Zürich und Meilen», «Gassner im Provatscheng» > «Gassner in Schaan, Scheidegg BRD und Leutkirch BRD»

Ur-Vater war Michael Gassner-Ospelt (ca.1620-?). Michael’s Ur-Grossenkel, Joseph Gassner-Schädler (1745-1817) hatte zwei Söhne mit Nachkommen bis in die Gegenwart, nämlich Christian (1772-1845) und Johannes (1774-1850).

Christian’s Grossenkel, Joseph Gassner-Sele (1810-1870) wurde „dr Riatlar Sepp“ genannt und dessen Enkel, Gottfried Gassner-Schädler (1893-1976) war „dr Bühal Gottfried“ und dessen Bruder, Josef Gassner-Schädler (1895-1975) war „dr Bühal Josef“. Ihre Nachkommen leben alle in Triesenberg.

Drei Söhne von Joseph Gassner-Sele (1810-1870) nämlich Gaudenz (1844-1892), Gottlieb (1851-1909) und Johann (1858-1947) liessen sich in Zürich bzw. Meilen nieder. Ihre Nachkommen wurten z.T. Schweizer-Bürger, sind jedoch ausgestorben. 

Johannes Gassner-Pfeiffer (1774-1850) und seine Nachkommen lebten drei Generationen lang im Profatscheng. Ulrich Gassner-Zeller (1847-1906) war der Letzte im Profatscheng. Ulrich’s Sohn Julius Gassner-Tanner (1887-1965) zog nach Schaan, wo die männlichen Nachkommen ausgestorben sind.

Ulrich’s Söhne, Daniel (1888-1956) und Eugen (1895-1978) liessen sich im Allgäu nieder (Scheidegg bzw. Leutkirch). Nachkommen von Daniel Gassner-Fink (1888-1956) leben z.T. heute noch in Scheidegg BRD, wanderten aber z.T. nach Kanada aus, wo sie Bürger wurden. Nachkommen von Eugen Gassner-Burger (1895-1978) leben z.T. heute noch in Leutkirch BRD, sind aber Bürger von Triesenberg geblieben. Eugen’s Sohn, Ulrich Gassner-Grob (1948) ist nach Liechtenstein zurückgekehrt und lebt mit seiner Familie in Vaduz. Seine drei Söhne sind die letzten männlichen Nachkommen des Gassner-Stamm 3 in Liechtenstein.

 

Gassner 4       Ur-Vater war Florin Gassner-Eberle (ca.1640-?). Florin’s Grossenkel, Christian Gassner-Schädler (1764-1817) wohnte auf Lavadina. Er hatte zwei Söhne mit Nachkommen, nämlich Christian (1796-1875) und Andreas (1808-?).

Christian’s Enkel, Alois Gassner-Steiner (1872-1952) war mit der Schweizerin Maria Steiner verheiratet. Seine Söhne, Alois (1899-1972) und Gottlieb (1909-1967) wurden daher „dr Schwiizari Wisi“ bzw. „dr Schwiizari Gottliab“ genannt. Die letzten männlichen Nachkommen von Alois Gassner-Biedermann (1899-1972) sind sein Sohn, Josef Gassner-Zweifel (1944) und dessen Sohn, ClaudioManfred Gassner (1968).

Andreas Gassner-Monnot (1808-?) ist nach Frankreich ausgewandert und über dessen Nachkommen sind keine Daten verfügbar.

 

Gassner 5       Ur-Vater war Flori Gassner-Bühler (ca.1650-?). Flori’s Enkel, Johannes Gassner-Lampert (1730-1792) wohnte auf Lavadina. Er hatte zwei Söhne mit Nachkommen bis in die Gegenwart, nämlich Alois (ca.1760-1800) und Johann (1772-1828).

Alois‘ Enkel, JohannBaptist Gassner-Schädler (1795-1871) hatte seinerseits zwei Söhne mit Nachkommen bis in die Gegenwart, nämlich Joseph (1831-1903) und Gottlieb (1833-1919).

Joseph’s Enkel, JohannBaptist Gassner-Gassner (1897-1977) wurde „dr Leitawis Badischt“ genannt und seine Nachkommen wohnen in Triesenberg.

Gottlieb’s Sohn, Gottlieb Gassner-Waser (1875-1943) war Baumeister und Hotelier und wohnte mit seiner Familie in Engelberg. Sein Sohn, Karl Gassner-Lardy (1907-1962) kehrte mit seiner Familie nach Triesenberg zurück und hatte keine männliche Nachkommen. 

Der Enkel von Johann Gassner-Lampert (1772-1828), Johann Gassner-Schildknecht (1858-1931) liess sich in Rehetobel AR nieder. Nachkommen leben verschiedenenorts in der Schweiz (Oberrohrdorf, Dübendorf, Stetten, Baden, Wettingen) und sind z.T. Schweizer-Bürger geworden.

 

Gassner 6       «ds Fränzalarsch»

Ur-Vater war Christian Gassner-Frommelt (ca.1640-?). Christian’s Ur-Grossenkel, JohannBaptist Gassner-Beck (1795-1857) wohnte auf Lavadina. Er hatte fünf Söhne mit Nachkommen. Jedoch nur die Nachkommen von Sohn Andreas Gassner-Beck (1826-1893) reichen bis in die Gegenwart. Weil Andreas‘ Frau Franziska Beck war, werden seine Nachkommen «ds Fränzalarsch» genannt. Sie sind allerdings mit Andreas‘ Grossenkel, Ferdinand Gassner-Strucl (1935-2017) ausgestorben, weil dieser keine männlichen Nachkommen hat.

 

Gassner 7       früh ausgestorben (nicht bearbeitet)

 

Als Stammväter aller heute noch lebenden Triesenberger-Gassner gelten also:

·       Anthoni Gassner (geschätzt um 1610), verehelicht mit Ursula Lampert

·       Michael Gassner (geschätzt um 1620), verehelicht mit Maria Ospelt

·       Florin Gassner (geschätzt um 1640), verehelicht mit Magaretha Eberle

·       Flori Gassner (geschätzt um 1650), verehelicht mit AnnaMaria Bühler

·       Christian Gassner (geschätzt um 1640), verehelicht mit Magdalena Frommelt

 

Es gibt also ab ca. 1650 fünf Triesenberger-Gassner-Linien, die in die Gegenwart reichen. Einige Ur- und Seitenlinien sind früh ausgestorben und die heute existierenden Triesenberger-Gassner sind sehr zahlreich. Nachkommen von Triesenberger-Gassner gibt es in Schaan, Vaduz, Innsbruck, Vorarlberg und auch in der Schweiz und den USA.

 

Alle lebenden Triesenberger-Gassner sind also zu finden im:

„Stammbaum der Gassner von Triesenberg, ab Anthoni Gassner und Ursula Lampert“ (Gassner 2)

oder im

„Stammbaum der Gassner von Triesenberg, ab Michael Gassner und Maria Ospelt“ (Gassner 3)

oder im

„Stammbaum der Gassner von Triesenberg, ab Florin Gassner und Margaretha Eberle“ (Gassner 4)

oder im

„Stammbaum der Gassner von Triesenberg, ab Flori Gassner und AnnaMaria Bühler“ (Gassner 5)

oder im

„Stammbaum der Gassner von Triesenberg, ab Christian Gassner und Magdalena Frommelt“ (Gassner 6)

 

 

Ausgedruckt in einer gut lesbaren Papierform hat der Stammbaum Gassner 2 ein Format:

 B x H von ca. 1‘500 x 65 cm       (Zoom 300%)         bislang rund 720 Personen

und der Stammbaum Gassner 3 hat ein Format:

B x H von ca. 350 x 60 cm           (Zoom 100%)         bislang rund 195 Personen

und der Stammbaum Gassner 4 hat ein Format:

B x H von ca. 950 x 60 cm           (Zoom 100%)         bislang rund 65 Personen

und der Stammbaum Gassner 5 hat ein Format:

B x H von ca. 250 x 55 cm           (Zoom 100%)         bislang rund 130 Personen

und der Stammbaum Gassner 6 hat ein Format:

B x H von ca. 135 x 75 cm           (Zoom 100%)         bislang rund 100 Personen

 

Alle fünf Linien zusammen beinhalten bislang also rund 1‘210 Personen.

 

Anmerkung:

Wenn Sie wissen möchten, welchem Stammbaum Sie angehören senden Sie mir Ihre persönlichen Daten und ich teile Ihnen dies umgehend mit.

Verwenden Sie dazu bitte die entsprechenden Formulare unter: Kontakt/Anmeldung/Bestellung

 

Namensdeutung gemäss Liechtensteiner Namensbuch:

a) Auf Grund der ältesten Belegformen (Typ Ganser, Gansar) sowie der älteren Aussprache [gösnar] in Triesen und Vaduz, bzw. [gäsnar] in Triesenberg, wohl zum Tiernamen Gans f., mda. [gäs], abgeleitet auf -(n)er; Vielleicht für einen Gänsezüchter oder als Übername in Anlehnung an das Tier.

Typ:   Übernamen

 

b) Für den Typ Gassner mag teilweise auch Ableitung auf -er zu dt. Gasse f. (nach der Wohnstätte bei einer Gasse) in Frage kommen.

Typ:   Wohnstättennamen

 

Ältere Schreibart(en):       Gosner, Gasner, Gossner