Wohlwend von Gamprin:

Wohlwend ist ein alteingesessenes Gampriner-Geschlecht. Erste Erwähnungen in Gamprin gehen in das Jahr 1566 zurück. Altverbürgerte Wohlwend gibt es aber auch in in Eschen (siehe Wohlwend von Eschen), in Mauren (siehe Wohlwend von Mauren) und in Schellenberg, aber auch in Sennwald (siehe Wohlwend von Sennwald), sowie in den Kantonen Glarus, Graubünden, St.Gallen und Zürich.

Im Liechtensteiner Namensbuch ist u.a. folgendes zu lesen):

(Perret 1950, 212): „Das Geschlecht stammt vom Schellenberg. 1545 tauchen sie im Haag, 1551 in Salez, 1568 in Sennwald auf.“

(FamB-G/1, 78ff): „ Erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1566. Sehr wahrscheinlich ist Gamprin die Stammgemeinde aller liechtensteinischen Wohlwend.“

Es scheint wahrscheinlicher, dass die Liechtensteiner Wohlwend aus Sennwald stammen und diese während der Reformationszeit (ca. 1565) nach Gamprin abgewandert und katholisch geblieben sind.

 

Die Wohlwend von Gamprin lassen sich in drei Stämme einteilen:

Wohlwend 1         «s Wohlwends» und «Wohlwend in Augsburg»

Stammvater war Josef Wohlwend-Risch/Marxer (ca.1740-1790). Josef war zweimal verheiratet, zuerst mit Katharina Risch von Gamprin und dann mit Ursula Marxer von Schellenberg.

Der Sohn aus erster Ehe war Christian Wohlwend-Büchel (1764-1814) welcher sich um 1792 in Eschen einbürgern liess und nach Nendeln zog, wo noch heute die meisten seiner Nachfahren leben. Sie sind Bürger von Eschen geworden.

Ein Sohn aus zweiter Ehe war Andreas Wohlwend-Hoop (1781-1836). Dessen Nachkommen werden in Gamprin «s Wohlwends» genannt und sie reichen bis in die Gegenwart.

Ein Grossenkel von Andreas Wohlwend-Hoop (1781-1836), nämlich Andreas Wohlwend-Öhry (1895-1966) liess sich Ruggell nieder, wo seine Nachkommen heute noch leben und z.T. Ruggeller-Bürger wurden. Andreas’s Bruder, Kaspar Wohlwend-Löpfe (1898-1963) heiratete nach Goldach und Kaspar’s Bruder, Felix Wohlwend (1900-1989) wanderte in die USA aus. Daten von Nachkommen sind nicht bekannt.

Die Tochter von Andreas Wohlwend-Hoop (1781-1836) war MariaAnna Wohlwend (1823-1869). Deren unehelicher Sohn, AntanasiusJohann Wohlwend-Mörtl (1847-1893) liess sich in Augsburg nieder, blieb aber Gampriner-Bürger. Dessen Enkel, Johann Wohlwend-Sander (1904-1970) kehrte nach Liechtenstein zurück und liess sich in Vaduz nieder. Nachkommen leben in Vaduz und Schaan.

 

Wohlwend 2          «s Kli-Jokes»

Stammvater war Hans Wohlwend-Näscher (ca.1730-1797).

Möglicherweise (aber nicht nachweisbar) ist Hans ein Bruder von Josef Josef Wohlwend-Risch/Marxer (ca.1740-1790), dem Stammvater der Wohlwend 1

Der Sohn von Hans, Jakob Wohlwend-Wohlwend (1764-1814) wurde „dr kli Jokli“ geheissen und seine Nachkommen werden «s Kli-Jokes» genannt. Jakob‘ s Enkel, FranzJosof Wohlwend-Hundertpfund (1845-1921) heiratete nach Eschen und alle seine Nachkommen leben heute in Eschen und Nendeln, sind aber Gampriner-Bürger geblieben..

 

Wohlwend 3         «s Pottäscha-Süders»

Stammvater war Jakob Wohlwend-Öhri (ca.1700-?). Seine Nachkommen wurden «s Pottäscha-Süders» genannt. Jakob war zweimal verheiratet, zuerst mit Katharina Öhri und dann mit Barbara Kaiser.

Ein Sohn aus erster Ehe war Johann Wohlwend-Meier (ca.1725-1796) welcher sich um 1742 in Schellenberg einbürgern liess und seine Nachfahren sind Bürger von Schellenberg geworden.

Der Sohn aus zweiter Ehe war Josef Wohlwend-Hasler (ca.1740-1800). Josef’s Grossenkel, Andreas Wohlwend-Hüppi (1862-1944) liess sich in Ebnat SG nieder. Einziger (vermutlich noch lebender) Nachkomme, ist Andreas‘ Enkel, Otto Wohlwend (1953).

In Gamprin leben keine Nachkommen mehr von den Wohlwend 3.

 

Als Stammväter aller heute noch lebenden Gampriner-Wohlwend gelten also:

·       Josef Wohlwend (ca.1740-1790), verehelicht mit Ursula Marxer

·       Hans Wohlwend (ca.1730-1797), verehelicht mit Katharina Näscher

·       Jakob Wohlwend (ca.1700-?), verehelicht mit Katharina Öhri bzw. Barbara Kaiser

 

Es gibt also ab ca. 1700 drei Gampriner-Wohlwend-Linien, die in die Gegenwart reichen. Einige Seitenlinien sind früh ausgestorben und die heute existierenden Gampriner-Wohlwend sind nicht sehr zahlreich. Nachkommen von Gampriner-Wohlwend gibt es verschiedenenorts in Liechtenstein und auch in der Schweiz.

 

Alle lebenden Gampriner-Wohlwend sind also zu finden im:

„Stammbaum der Wohlwend von Gamprin, ab Josef Wohlwend und Ursula Marxer“ (Wohlwend 1)

oder im

„Stammbaum der Wohlwend von Gamprin, ab Hans Wohlwend und Katharina Näscher“ (Wohlwend 2)

oder im

„Stammbaum der Wohlwend von Gamprin, ab Jakob Wohlwend und Katharina Öhri / Barbara Kaiser“ (Wohlwend 3)

 

 

Ausgedruckt in einer gut lesbaren Papierform hat der Stammbaum Wohlwend 1 ein Format:

B x H von ca. 320 x 50 cm           (Zoom 100 %)         bislang rund 140 Personen

und der Stammbaum Wohlwend 2 hat ein Format:

B x H von ca. 85 x 45 cm           (Zoom 100 %)         bislang rund 40 Personen

und der Stammbaum Wohlwend 3 hat ein Format:

B x H von ca. 70 x 40 cm             (Zoom 100 %)         bislang rund 35 Personen

Alle drei Linien zusammen beinhalten bislang also rund 215 Personen

 

Anmerkung:

Vom vorliegenden Geschlecht standen mir flächendeckende Daten aus der Vergangenheit leider nur bis ca. 1995 zur Verfügung. Für weiterführende Daten bis in die Gegenwart bin ich auf Ihre Mithilfe angewiesen. Soweit Sie mir solche Daten zukommen lassen, führe ich diese gerne nach.

Wenn Sie wissen möchten, welchem Stammbaum Sie angehören senden Sie mir Ihre persönlichen Daten und ich teile Ihnen dies umgehend mit.

Verwenden Sie dazu bitte die entsprechenden Formulare unter: Kontakt/Anmeldung/Bestellung

 

Namensdeutung gemäss Liechtensteiner Namensbuch:

Wohlwend ist ein Satzname nach einer Redensart: „Wohl wend!“ oder „zum Wohle wend!“ (für jemanden der alles zum Guten wendet)

Ältere Schreibart(en):       Wolwend, Wohlwennd, Wolwendt, Wohlwendt, Wollwend, Wollwennd, Wollwendt