Hilbe von Triesenberg:

Hilbe ist ausschliesslich ein alteingesessenes Triesenberger (Walser)-Geschlecht. Erste urkundliche Erwähnungen gehen auf das Jahr 1417 zurück.

Altverbürgerte Hilbi gibt es heute auch noch in Flums und Mels.

Das Familiengeschlecht Hilbe von Triesenberg gliedert sich in die folgenden drei Stämme:

 

Hilbe 1            «Fromahus-Hilbe», «Zennwis-Hilbe» > «Gufar-Hilbe»

Ur-Vater war Michael Hilbe-Lampert (ca.1640-?). Sein Sohn, Johannes Hilbe-Schädler (ca.1670-?) hatte zwei Söhne mit Nachkommen bis in die Gegenwart, nämlich Antonius (1726-1782) und Christian (1735-1775).

Antonius‘ Sohn, Johannes Hilbe-Gassner (1781-1848) wohnte auf Frommenhaus Nr. 118 und ist der Begründer der «Fromahus-Hilbe». Johannes‘ Ur-Ur-Grossenkel, Edmund Hilbe-Eberle (1910-1960) wurde „dr Fromahuus Edmund“ und dessen Bruder, August Hilbe-Schädler (1911-1984) „dr Fromahuus Auguscht“ genannt. Ihre Nachkommen leben in Vaduz bzw. Schaan, jedoch keine mehr in Triesenberg.

Christian’s Enkel,  Johann Hilbe-Beck (1794-1843), wohnte auf Sennwies Nr. 10. und ist der Begründer der «Zennwis-Hilbe». Johann’s Enkel, Joseph Hilbe-Beck (1874-1918) nahm Wohnsitz im Gufer Nr. 26 und begründete die «Gufar-Hilbe». Nachkommen beider Linien wohnen ausschliesslich in Triesenebrg.

 

 

Hilbe 2            früh ausgestorben (nicht bearbeitet)

 

Hilbe 3            «ds Michal Hilbisch» > «Hilbe in Frastanz, Ruggell, Schaan und der Schweiz», «ds Hilbi Michaltisch»

Ur-Vater war Michael Hilbe-Ospelt (ca.1625-1680). Sein Sohn war Michael Hilbe-Frommelt (ca.1660-?) und die Nachkommen werden «ds Michal Hilbisch» genannt. Michael’s Enkel, Johannes Hilbe-Beck (1759-1814) hatte vier Söhne mit Nachkommen, nämlich Joseph (1798-?), Johannes (1801-1871), Andreas (1805-1866) und Michael (1810-1886).

Joseph Hilbe-Biedermann (1798-?) heiratete nach Nofels AT und sein Sohn, JohannJoseph Hilbe-Pümpel (1827-1893) wurde Bürger von Nofels. Es soll noch Nachkommen geben, die sich aber Hilby nennen.

Der Sohn von Johannes Hilbe-Kung (1801-1871), Johannes Hilbe-Hundertpfund (1829-1891) wurde Bürger von Ruggell, hatte aber keine männlichen Nachkommen.

Andreas Hilbe-Lampert (1805-1866) nahm Wohnsitz in Frastanz AT. Sein Enkel, Franz Hilbe-Glatz (1891-1961) kehrte nach Schaan zurück. Sein Sohn, Alfred Hilbe-Joseph (1928-2011) war Regierungschef und dessen Bruder, Erich Hilbe-Leixner (1934) nahm Wohnsitz in Riehen BS. Seine beiden Söhne leben in der Schweiz, haben jedoch keine männlichen Nachkommen.

Die Nachkommen von Michael Hilbe-Gassner (1810-1886) werden «ds Hilbi Michaltisch» genannt. Sie leben, nebst Triesenberg, auch in Vaduz.

 

 

Als Stammväter aller heute noch lebenden Triesenberger-Hilbe gelten also:

·       Michael Hilbe (geschätzt um 1640), verehelicht mit Christina Lampert

·       Michael Hilbe (ca.1625-1680), verehelicht mit Anna Ospelt

Es gibt also ab ca. 1650 zwei Triesenberger-Hilbe-Linien, die in die Gegenwart reichen. Einige Ur- und Seitenlinien sind früh ausgestorben und die heute existierenden Triesenberger-Hilbe sind nicht sehr zahlreich. Nachkommen von Triesenberger-Hilbe gibt es in Schaan, Vaduz und auch in der Schweiz.

 

Alle lebenden Triesenberger-Hilbe sind also zu finden im:

„Stammbaum der Hilbe von Triesenberg, ab Michael Hilbe und Christina Lampert“ (Hilbe 1)

oder im

„Stammbaum der Hilbe von Triesenberg, ab Michael Hilbe und Anna Ospelt“ (Hilbe 3)

 

Ausgedruckt in einer gut lesbaren Papierform hat der Stammbaum Hilbe 1 ein Format:

 B x H von ca. 200 x 55 cm         (Zoom 100%)         bislang rund 135 Personen

und der Stammbaum Hilbe 3 hat ein Format:

B x H von ca. 350 x 55 cm           (Zoom 100%)         bislang rund 155 Personen

 

Beide Linien zusammen beinhalten bislang also rund 290 Personen.

 

Anmerkung:

Wenn Sie wissen möchten, welchem Stammbaum Sie angehören senden Sie mir Ihre persönlichen Daten und ich teile Ihnen dies umgehend mit.

Verwenden Sie dazu bitte die entsprechenden Formulare unter: Kontakt/Anmeldung/Bestellung

 

Namensdeutung gemäss Liechtensteiner Namensbuch:

a) Wohl zu einem deutschen Rufnamen, der mit dem germ. Namenwort HILTJA gebildet ist. In Frage kommen entweder Hildebrand oder Hildebert, letzteres verkürzt zu Hilbert und Hilb(er).

Typ:   Rufnamen

 

b) Wenig wahrscheinlich sind daneben die formal in der Nähe befindlichen Typen mittelhochdeutsch hülwe, hulwe f. 'Pfütze, Pfuhl, Sumpf-lache‘, < althochdeutsch hul(i)wa, oder schwd. Hilw m. 'Obdach gegen Unwetter’, und auch schwd. Hilwi, Hilbi f. 'Überzogensein des Himmels, leichtes Gewölk’, 'leichte waagrechte Wolke, bes. am blauen Himmel‘ (< mhd. hilwe f. 'feiner Nebel').

Typ:   Wohnstättennamen

 

Ältere Schreibart(en):       Hilbin, Hilbi, Hülbi, Hilbin, Hülbin, Hülbe