Gstöhl von Balzers:

Gstöhl ist  ein alteingesessenes Balzner-Geschlecht. Erste Erwähnungen in Balzers gehen in das Jahr 1584 zurück. Altverbürgerte Gstöhl gibt es aber auch in Eschen (siehe Gstöhl von Eschen), sowie auch in Deutschland und Österreich. Ob die Balzner-Gstöhl verwandt sind mit den Eschner-Gstöhl ist noch offen (Zitat aus Liechtensteiner Namensbuch).

 

Die Gstöhl von Balzers lassen sich in zwei Stämme einteilen:

Gstöhl 1            Ur-Vater war Bernhard Gstöhl (ca.1660-?), welcher mit Agatha Vogt verehelicht war. Bernhard’s Sohn, Simon Gstöhl-Thöny (ca.1700-1771) hatte u.a. zwei Söhne mit Nachkommen bis in die Gegenwart, nämlich:

·         Simon Gstöhl-Negele (1741-1794)

·         JohannGabriel Gstöhl-Wagmann (1744-1803)

Der Enkel von Simon Gstöhl-Negele (1741-1794) war JohannGeorg Gstöhl-Tschol (1810-1880). Seine Nachkommen leben, nebst Balzers, in Vaduz und Zürich.

Der Enkel von JohannGabriel Gstöhl-Wagmann (1744-1803) war JohannGeorg Gstöhl-Vogt (1806-1876). Seine Nachkommen leben in Balzers.

 

 

Gstöhl 2            Ur-Vater war JohannBaptist Gstöhl (ca.1710-1783), welcher mit Katharina Büchel verehelicht war. Lediglich die Nachkommen seines Enkels, JohannPeter Gstöhl-Negele (1776-1819) reichen bis in die Gegenwart.

                            JohannPeter hatte u.a. drei Söhne mit Nachkommen bis in die Gegenwart, nämlich:

·         JosephAnton Gstöhl-Kriss (1800-1866)

·         JohannGeorg Gstöhl-Nipp (1809-1869)

·         Fidel Gstöhl-Kaufmann (1817-1885)

Die Nachkommen von JosephAnton Gstöhl-Kriss (1800-1866) leben, nebst Balzers, in Berneck. Der Enkel von JosephAnton, Baumeister Georg Gstöhl-Mösle (1880-?) liess sich in Berneck nieder und seine Nachkommen sind Bürger von Berneck geworden.

Die Nachkommen von JohannGeorg Gstöhl-Nipp (1809-1869) leben, nebst Balzers, in Triesen und auch in der Schweiz.

Die Nachkommen von Fidel Gstöhl-Kaufmann (1817-1885) leben durchwegs in Balzers.

 

Es gibt also ab ca. 1700 bzw. 1730 zwei Balzner-Gstöhl-Linien, die in die Gegenwart  reichen. Einige Seitenlinien sind früh ausgestorben und die heute existierenden Balzner-Gstöhl sind relativ zahlreich. Nachkommen von Balzner-Gstöhl gibt es verschiedenenorts in Liechtenstein und auch in der Schweiz.

 

Alle Balzerser-Gstöhl sind also zu finden im:

„Stammbaum der Gstöhl von Balzers, ab Bernhard  Gstöhl und Agatha Vogt“ (Gstöhl 1)

oder im

„Stammbaum der Gstöhl von Balzers, ab JohannBaptist Gstöhl und Katharina Büchel“ (Gstöhl 2)

 

Ausgedruckt in einer gut lesbaren Papierform hat der Stammbaum Gstöhl 1 ein Format:

 B x H von ca. 450 x 50 cm           (Zoom 100 %)         bislang rund 215 Personen

und der Stammbaum Gstöhl 2 hat ein Format:

B x H von ca. 750 x 50 cm             (Zoom 150 %)         bislang rund 315 Personen

Beide Linien zusammen beinhalten bislang also rund 530 Personen.

 

Anmerkung:

Vom vorliegenden Geschlecht standen mir flächendeckende Daten aus der Vergangenheit leider nur bis ca. 1970 zur Verfügung. Für weiterführende Daten bis in die Gegenwart bin ich auf Ihre Mithilfe angewiesen. Soweit Sie mir solche Daten zukommen lassen, führe ich diese gerne nach.

Wenn Sie wissen möchten, welchem Stammbaum Sie angehören senden Sie mir Ihre persönlichen Daten und ich teile Ihnen dies umgehend mit.

Verwenden Sie dazu bitte die entsprechenden Formulare unter: Kontakt/Anmeldung/Bestellung

 

Namensdeutung gemäss Liechtensteiner Namensbuch:

Ausgangspunkt der Überlegungen muss auch hier das anlautende Gst- sein, das  wieder an die bekannt instabilen anlautenden Konsonantengruppen st- / sk- / kst- / ks- / sk- / tsg- bei vordeutschen Wörtern und Namen erinnert. Hier liegt offenbar ein rätoromanischer Übername vor, der von tschaguola  'Zwiebel' ausgeht, auf dem auch gleichbedeutendes Bölle" beruht. Der Übername nahm irgendwie auf Form oder sonstige Eigenschaften der Zwiebel Bezug. Formal ist die Entwicklung leicht zu verfolgen: tsaguola > tsaggtöla >tsagyöl > tsgöl > (urk. belegt) sgöl > kstöl.

Typ:   Übernamen

Ältere Schreibart(en):         Schgöl, Gschol, Gstöl, Gstöll, Gestöhl